In der westlichen Spitze des Marsfelds verbanden die Nerobrücke und die Æliusbrücke die südliche mit der nördlichen Ufer des Tibers. Es ist auch in dieser Stelle, daß die Via Recta, die das Marsfeld von Westen nach Osten durchfährt, die Via Tecta trifft. Diese kommt von der Æliusbrücke, fährt unter dem Bogen der Gratian, Valentinian und Theodosius, und durch das westliche Bezirk in Richtung der Pompejus- und Marcellustheater. Zum Schluss wird die westliche Gegend vom Euripe des Agrippa durchgefahren.






Beim Durchgehen unter der Porta Triumphalis, dann dem Bogen der Arcadius Theodosius und Honorius, kommt man in das Tarentum genannten Teil, wo zwei großen Tempel auf einer Terrasse gebaut waren. Links der Dis-Patertempel (der gleiche als der Gott Pluto) und rechts der Prosperinatempel. Prosperina ist die Name, die die Römer Persephona gaben, der alten italischen Göttin Libera gleichgesetzt. Sie betrachteten sie als die Göttin der Höllenwelt, Plutos Gattin. Ihre Verehrung wurde nach Rom im Jahre 249 auf Befehl der sybillischen Bücher eingebracht. Prosperina teilte mit ihrem Gatte Pluto einen gemeinsamen Altar, den Ara Ditis et Prosperinæ, den man am Fuß der Stufen der beiden Tempel merken kann. An dieser Stelle hielt man die Tarentinischen Spiele. Diese zwei Tempel sollten einen großen Eindruck machen.










Ganz nah beim Prosperinatempel, das Haus des Julius Martialis, Tribun im Jahre 69 n. Ch.















Wenn man die Via Tecta weiter hintergeht, sieht man recht das Trigarium. Dieser breite Raum, der die Struktur einer Rennbahn hatte, diente nur für die Übung der Rennwagen. Übrigens in der Nähe des Trigariums befanden sich die Pferdeställe der großen Parteien (Factio) die für den Ruhm im Circus Maximus streiteten.








Nachdem man das Trigarium und die Pferdeställe der Weißpartei hinter sich verlassen hat, kommt man zur riesigen Werft (Navalia) längs des Tibers, die wahrscheinlich zum Anbinden und Reparatur zahlreicher Schiffe, die auf dem Tiber fuhren, diente. Dieses alte militärische Arsenal beherbergte die langen Quinqueremen der römischen Flotte. Die aurelianische Stadtmauer wurde leicht nach innen verschoben, um mehr Raum für den Hafenbetrieb zu verfügen.